{"id":653,"date":"2024-05-17T09:43:51","date_gmt":"2024-05-17T07:43:51","guid":{"rendered":"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/?page_id=653"},"modified":"2024-08-15T09:38:45","modified_gmt":"2024-08-15T07:38:45","slug":"rib-beitrag-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/?page_id=653","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover alignfull is-light\" style=\"border-style:none;border-width:0px;margin-top:0;padding-top:2vw;padding-right:10vw;padding-bottom:2vw;padding-left:10vw;aspect-ratio:auto;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-100 has-background-dim\" style=\"background-color:#f6fff3\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color wp-elements-1\" id=\"ecosystem\" style=\"font-size:10px\"><a href=\"https:\/\/interrelblog.wordpress.com\/2023\/06\/23\/buddhismus-in-der-schweiz-zu-besuch-imtraditionsubergreifenden-zentrum-fur-buddhismus-in-bern\/\">23. JUNI 2023<\/a><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color wp-block-paragraph\" style=\"color:#1b1b1b;font-size:6vw;font-style:normal;font-weight:700;letter-spacing:0px;line-height:0.9;text-decoration:none;text-transform:none\">Buddhismus in der Schweiz: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color wp-block-paragraph\" style=\"color:#1b1b1b;font-size:6vw;font-style:normal;font-weight:200;letter-spacing:0px;line-height:0.9;text-decoration:none;text-transform:none\">Zu Besuch im traditions\u00fcbergreifenden Zentrum f\u00fcr Buddhismus in Bern<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-2 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><em>Ist&nbsp;<\/em>\u201e<em>der<\/em>\u201c<em>&nbsp;Buddhismus erst 150 Jahre alt? Wie ist der Buddhismus nach Bern gekommen und warum f\u00fchlen sich Menschen aus westlichen Kulturen vom Buddhismus angezogen? \u2013 Ein Bericht \u00fcber das Zentrum f\u00fcr Buddhismus in Bern und ein Selbstversuch in einer (Online-) Meditationsgruppe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-custom-farbe-1-color has-alpha-channel-opacity has-custom-farbe-1-background-color has-background is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-base-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-3 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:600\">Jann Philipp (er\/ihm) &#8211; Master Sekundarstufe 1, PH Bern<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-4\" style=\"margin-right:0;margin-left:0\"><strong>Zu Besuch im Zentrum f\u00fcr Buddhismus in Bern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-5 wp-block-paragraph\" style=\"margin-right:0;margin-left:0;font-style:normal;font-weight:300\">Gem\u00e4ss dem Bundesamt f\u00fcr Statistik lebten 2016 etwa 37\u2019000 Buddhist_innen in der Schweiz. Durch Vortr\u00e4ge, Meditationen, Kurse und Retreats setzen sie sich individuell oder in Gruppen mit den Lehren Buddhas auseinander. Die Traditionen wurden im Westen unterschiedlich rezipiert. Entsprechend hoch ist dabei die Vielfalt an Gruppen und deren Auslegung der Lehre. Wir waren zu Besuch im Zentrum f\u00fcr Buddhismus Bern an der Reiterstrasse 2. Das Geb\u00e4ude ist klein. Eine umfunktionierten Einstellgarage dient als R\u00e4umlichkeit und ist von aussen leicht zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6 wp-block-paragraph\" style=\"margin-right:0;margin-left:0;font-style:normal;font-weight:300\">Uns empf\u00e4ngt Stefan Lang. Er ist Mitglied des Vereinvorstands und Kernmitglied der Vipassana Meditationsgruppe des Zentrums. Seit 2012 ist er Dharma-Lehrer. Kurz und pr\u00e4gnant f\u00fchrt er uns durch die Geschichte des Buddhismus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"499\" height=\"389\" src=\"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.34.17-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-698\" style=\"aspect-ratio:16\/9;object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.34.17-2.jpeg 499w, https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.34.17-2-300x234.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-base-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\" style=\"margin-top:0;margin-bottom:0;font-style:normal;font-weight:300\"><em><sup>Abbildung 1: Einzig Gebetsfahnen schm\u00fccken das Eingangstor des Zentrums f\u00fcr Buddhismus Bern. (Bild: Jann Philipp)<\/sup><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-8 wp-block-paragraph\" style=\"margin-right:0;margin-left:0;font-style:normal;font-weight:400\"><strong>Buddhismus \u2013 Eine uralte Religion oder doch erst 150 Jahre alt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-9 wp-block-paragraph\" style=\"margin-right:0;margin-left:0;font-style:normal;font-weight:300\">Ohne genauer auf die einzelnen Inhalte des Vortrags zum Buddhismus einzugehen, m\u00f6chte ich hier ein paar Punkte festhalten, die mir aus dem Vortrag geblieben sind: Alle Hauptrichtungen im Buddhismus haben ihren Ursprung in Indien. Die zentrale Figur dabei stellt der Buddha dar, der vor 2500 Jahren im heutigen Nordost-Indien lebte. Entgegen den Legenden um die historische Figur, war der angebliche Prinz vermutlich eher der Sohn eines Grossbauers und wuchs in einer Agrargesellschaft auf. In der damals vorherrschende Gesellschaftsstruktur dominerte das Kastenwesen. Mit seiner neuen Denkweise war Buddha ein Sozialreformer. Ihm konnten alle folgen, die wollten, unabh\u00e4ngig davon, zu welcher Kaste man geh\u00f6rte. Nach dem Leben Buddhas wurden seine Lehrreden aufgeschrieben und verbreiteten sich in alle Himmelsrichtungen. Unabh\u00e4ngig voneinander bildeten sich unterschiedliche Traditionen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-10 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Die drei Hauptstr\u00f6mungen sind der Theravada- (\u201eDas kleine Fahrzeug\u201c, die \u00e4lteste Tradition), der Mahayana- (\u201eDas grosse Fahrzeug\u201c) und der Vajrayana-Buddhismus (\u201eDas schnelle Fahrzeug\u201c, eine Unterkategorie des Mahayana, der auch als Tibetischer Buddhismus bekannt ist). Im 12. Jahrhundert wurde Indien Opfer einer Invasion durch t\u00fcrkischst\u00e4mmige, muslimische V\u00f6lker. Die buddhistischen Traditionen waren dadurch weitgehendst aus Indien verschwunden und die \u00dcbrigen blieben darauf lange Zeit unbeachtet. Erst im 19. Jahrhundert fielen dem franz\u00f6sischen Religionswissenschaftler Eug\u00e8ne Burnouf (1801-1852) die Gemeinsamkeiten der unscheinbar zusammengeh\u00f6renden Str\u00f6mungen auf, die er als \u201eBuddhismus\u201c zusammenfasste. \u201eDen Buddhismus\u201c als Sammelbegriff gibt es also erst seit ungef\u00e4hr 150 Jahren und stellt ein Konstrukt aus westlicher Sicht dar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-11\"><strong>Wie der Buddhismus in die Schweiz kam<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-12 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Obwohl buddhistische Traditionen schon fr\u00fch mit westlichen Kulturen in Kontakt kamen, weckten sie erst sp\u00e4t das Interesse bei westlichen Gebildeten. Lange Zeit galten die fremden Kulte als sogenanntes Heidentum. Erst \u00fcber Schopenhauer (1788-1860), Wagner (1813-1883), und weitere unterschiedliche Autor_innen entwickelte sich im Westen ein Interesse f\u00fcr buddhistische Ideen. So auch in der Schweiz. In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhundert bildeten sich dann erste Gruppen, Zentren und Institute im Land. Sp\u00e4testens mit der Aufnahme von rund 1000 tibetischen Gefl\u00fcchteten in den 60er-Jahren wurde der Buddhismus auch in der breiten Bev\u00f6lkerung wahrgenommen. 1976 wurde die Schweizerische Buddhistische Union (SBU) gegr\u00fcndet. Ein Dachverband zu dem auch das Zentrum f\u00fcr Buddhismus Bern geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-13\"><strong>Warum sich Menschen aus westlichen Kulturen vom Buddhismus angezogen f\u00fchlen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-14 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Das Zentrum f\u00fcr Buddhismus Bern ist seit 2000 ein traditions\u00fcbergreifendes Zentrum und bietet unterschiedlichen buddhistischen Traditionen Raum. Es gibt eine Vipassana-Gruppe (Theravada), eine japanische sowie eine vietnamesische Zen-Gruppe (Mahayana) und bis vor kurzem gab es noch eine tibetische Gruppe (Vajrayana). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-15 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Die R\u00e4umlichkeit wird also rege genutzt, womit sich die Frage stellt, warum sich Menschen des Westens vom Buddhismus angezogen f\u00fchlen? Laut Stefan Lang sind die Gr\u00fcnde vielschichtig:<br>So wie Buddhismus im Westen rezipiert wird, sei er sehr&nbsp;<em>pragmatisch<\/em>&nbsp;ausgelegt: Man lernt wie Leid entsteht und Leid endet. Kosmologische und metaphysische Fragen seien im Sinne Buddhas weniger von Interesse. Es gehe mehr um eine Geisteshaltung und die Auseinandersetzung mit \u201eleidhaften Zust\u00e4nden im Herzen und Geiste\u201c. Weiter sei Buddhismus&nbsp;<em>prozessorientiert<\/em>: Die Argumentationslage beruht meist auf Ursache-Wirkungs-Ketten \u2013 ein im Westen gewohntes Denkmuster. Buddhismus sei stark <em>erfahrungsbasiert: <\/em>Gerade bei der Meditation basiere viel auf der individuellen Erfahrung. Sei es bez\u00fcglich der Atmung, dem K\u00f6rperempfinden, der Denkweise oder dem F\u00fchlen. Zudem setze Buddhismus zur Aus\u00fcbung kein Vorwissen oder Kenntnisse der Schriften voraus. Buddhismus sei&nbsp;<em>rational<\/em>: Ein rationaler Zugang sei einfach. Buddhismus funktioniere auch gut, wenn man ihn einfach als psychologisches System betrachtet. Und zu guter Letzt: Buddhismus sei <em>erm\u00e4chtigend<\/em>. Das alles scheinen Attribute zu sein, welche auch Menschen aus westlichen Kulturen ansprechen und mit einer modernen Lebenswelt kompatibel sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-16\"><strong>Buddhismus als Mainstream-Ph\u00e4nomen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-17 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Stefan Lang macht in seinem Vortrag auch auf die buddhistische Symbolik als westliches Mainstream-Ph\u00e4nomen aufmerksam. Nebst der gelebten Tradition in Gruppen, so wie sie im Zentrum f\u00fcr Buddhismus Bern rezipiert werden, ist der Buddhismus l\u00e4ngst auch schon in unserem Alltag angekommen. Buddhistische Symbole schm\u00fccken Wellness-Einrichtungen und in jedem gr\u00f6sseren Baugesch\u00e4ft werden neben Gartenzwergen und Tierfiguren auch Buddha-Figuren verkauft. Das Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Inhalte der urspr\u00fcnglichen Traditionen scheint gering. Die Begeisterung an buddhistischen Symbolen und deren \u00c4sthetik daf\u00fcr ist umso gr\u00f6sser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"722\" height=\"471\" src=\"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.40.18.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-693\" style=\"aspect-ratio:16\/9;object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.40.18.png 722w, https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Bildschirmfoto-2024-05-24-um-10.40.18-300x196.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-base-color has-text-color has-link-color wp-elements-18 wp-block-paragraph\" style=\"margin-top:0;margin-bottom:0;font-style:normal;font-weight:300\"><em><sup>Abbildung 2: Buddhistische M\u00f6nchs-Figuren im Gartencenter (Bild: Jann Philipp)<\/sup><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-19\"><strong>Ein Selbstversuch in einer (Online-)Meditationsgruppe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-20 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Nach dem Besuch war mein Interesse an dieser unauff\u00e4lligen Szene geweckt. Es nahm mich wunder, wie so eine Meditations-Sitzung einer Gruppe aussah und fand zu meinem Gl\u00fcck heraus, dass eine Teilnahme auch sehr bequem von zu Hause aus m\u00f6glich ist. Die w\u00f6chentlichen Sitzungen werden teilweise auch digital als Online-Treffen \u00fcber Zoom angeboten. Der Link dazu ist auf der Webseite frei abrufbar. Also nahm ich spontan an einer Sitzung der Vipassana-Meditationsgruppe teil. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-21 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">Ein kurzer Erfahrungsbericht:<br>Ich mache es mir zuhause mit einem Kissen auf dem Fussboden bequem. Die Sitzung beginnt. Im Video vor Ort sehe ich die Gruppe. Nebst mir sind noch drei weitere Personen online zugeschaltet. Die Leiterin begr\u00fcsst uns. Ich bin nicht der Einzige, der zum ersten Mal mit dabei ist. Uns wird kurz erkl\u00e4rt, wie es abl\u00e4uft: Die Vipassana-Mediationsgruppe sei eine recht lose Gruppe, die sich jeden Mittwochabend um 19:15 Uhr trifft. Man k\u00f6nne jede Woche oder auch nur einmal im Jahr vorbeikommen. F\u00fcr das Gemeinschaftsgef\u00fchl sei es nat\u00fcrlich von Vorteil, wenn immer etwa die gleichen Leute wieder erscheinen. Im ersten Teil der Sitzung wird eine Stunde in Ruhe dagesessen. Normalerweise ohne Anleitung, ausser wenn ein Lehrbesuch da sei. Das ist in der Regel einmal im Monat der Fall. Nach einer Stunde sitzend gibt es eine Pause. Manche verlassen an diesem Punkt die Sitzung und gehen fr\u00fchzeitig wieder. Das gehe in Ordnung und ist jeder und jedem frei \u00fcberlassen. F\u00fcr diejenigen, die bleiben, gibt es einen zweiten Teil. In diesem bereitet jeweils eine Person etwas vor. Das kann ein Input oder eine Diskussion sein.<br>Und dann ging es auch schon mit dem ersten Teil los: Eine Stunde ruhig dasitzen. Nach einem Gongschlag schliessen wir die Augen und beginnen zu meditieren. Die Stunde vergeht schneller als gedacht. Meine Knie und mein R\u00fccken schmerzen zwar, doch die Stunde hatte es in sich. Ich f\u00fchle mich tiefenentspannt und geistig irgendwie \u00abaufgetankt\u00bb. &nbsp;<br>F\u00fcr den zweiten Teil an diesem Abend hat die Leiterin ein Buch mitgebracht. \u00abDie J\u00fcnger Buddhas\u00bb. Sie liest eine Geschichte \u00fcber eine Frau vor, die zu Zeiten Buddahs lebte und zu einer sehr bekannten Nonne seiner Sangha (Gemeinschaft) wurde. Danach endet die Sitzung und ich bin um eine Erfahrung reicher.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-22\"><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-23 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\">\u201eDen\u201c Buddhismus gibt es so eigentlich nicht. Passender w\u00e4ren \u201eBuddhistische Religionen\u201c. Die Vielfalt an unterschiedlichen Str\u00f6mungen und Traditionen widerspiegelt sich auch am traditions\u00fcbergreifenden Zentrum f\u00fcr Buddhismus in Bern. M\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die westliche Faszination am Buddhismus sind laut Stefan Lang die&nbsp;<em>pragmatischen, prozessorientierten, erfahrungsbasierten, rationalen<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>erm\u00e4chtigenden<\/em>&nbsp;Eigenschaften, die sehr gut mit der westlichen Lebenswelt kompatibel sind. Nebst der gelebten Tradition nach buddhistischer Lehre, hat sich im Westen buddhistische \u00c4sthetik auch als Mainstream-Ph\u00e4nomen etabliert. Die Buddhafigur im Gartencenter ist keine Seltenheit und zeugt von einem Fehlverst\u00e4ndnis der urspr\u00fcnglichen Tradition. Durch einen Selbstversuch in einer Meditationsgruppe ist f\u00fcr mich die westliche Faszination an der buddhistische Lehre nachvollziehbarer. Die buddhistische Praxis scheint zeitlos zu sein und entsprechend auch den westlichen Nerv des 21. Jahrhunderts zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-24 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300;text-decoration:underline\"><a href=\"https:\/\/www.zentrumfuerbuddhismus.ch\/wissen\/\">Online-Angebot und Wissenssammlung des Zentrums f\u00fcr Buddhismus Bern<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color wp-elements-25 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><em><strong>Literatur&nbsp;<\/strong><br>B\u00fchler, Willi; B\u00fchlmann, Benno; Kessler, Andreas (2009).&nbsp;Sachbuch Religionen \u2013 Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam. Luzern: db-Verlag.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-color has-text-color has-link-color wp-elements-26 wp-block-paragraph\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-653","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>- interrel|blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/interrelblog.unibe.ch\/?page_id=653\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta 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